WISSENSWERTES. TEIL 3

DIE PROJEKTUMSETZUNG

Auf dieser Seite erfahren Sie:

Das MES-Projekt

Stolperfallen und Hürden

Die Einführung

KAPITEL 1

DAS MES-PROJEKT.

Die Einführung eines Manufacturing Execution Systems (MES) ist die strategische Entscheidung und Investition des Unternehmens. Dafür ist ein Projektmanagement notwendig. Das Projektmanagement ist wichtig, weil es sicherstellt:

  • dass das, was der MES-Anbieter liefern soll, richtig ist und einen echten Mehrwert bei den täglichen Aufgaben damit liefert.

  • dass es einen richtigen Plan für die Umsetzung der strategischen Ziele gibt.

  • dass die richtigen Erwartungen an das, was mit dem MES erreicht werden muss, im Lastenheft festgelegt wird.

  • dass die Qualität dessen, was im Lastenheft vorgegeben wird, durchgängig erfüllt wird.

PROJEKTSTART

WANN BEGINNT DAS MES-PROJEKT

Das MES-Projekt beginnt, wenn die Geschäftsführung bzw. der Projektauftraggeber die Projektfreigabe zur Einführung einer MES-Software erteilt und hierfür das notwendige Budget zur Verfügung stellt. Um die Projektfreigabe zu erhalten empfehlen wir, dass Sie einen Projektantrag stellen, der die nachfolgenden Fragen beantwortet:

  • Was bringt uns ein MES?

  • Was brauchen wir dafür?

  • Wie gehen wir sinnvoll vor?

  • Welches Budget brauchen wir?

Das MES-Projekt beginnt nicht, wie oftmals angenommen, nach der MES-Auswahl bzw. Entscheidung für den MES-Anbieter. Das ist ein Teilprojekt im MES-Projekt für die Installation und Inbetriebnahme der MES-Software durch den Anbieter!

Gerne stellen wir Ihnen unsere Vorlage für Ihren Projektantrag zur Verfügung.

MES-Projekt und deren Phasen

EIN SCHRITT NACH DEM ANDEREN

DIE MEILENSTEINE IM MES-PROJEKT

Im MES-Projekt gibt es drei große Meilensteine, welche Schritt für Schritt nacheinander umgesetzt werden:

1.) Die Erstellung des Lastenheftes

Das Lastenheft ist das wichtigste Dokument im MES-Projekt. Es beinhaltet und beschreibt verständlich alle funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen an die MES-Software, wie auch die Anforderungen an den Anbieter selbst.

2.) Die Suche nach und Auswahl der richtigen MES-Software

Auf der Suche und Auswahl der richtigen MES-Software muss der MES-Anbieter das Lastenheft kennen und beantworten, wie er mit seiner Lösung die Anforderungen abbildet. Damit kann er ein ein korrektes Angebot erstellen.

3.) Die Einführung der Software

Die Einführung ist die Installation und Inbetriebnahme der MES-Software, nebst den Dienstleistungen die hierfür erforderlich sind.

DIE VERANTWORTUNG

DAS PROJEKTTEAM.

Zahlreiche Unternehmen verfügen nicht über ein strategisches IT-Projektmanagement, welches als eigene Organisationseinheit innerhalb des Unternehmens fest verankert ist. Im Regelfall wird die Position des MES-Projektleiters durch einen Mitarbeiter besetzt, dem die entsprechende Eignung zuzutrauen ist.

 

Sowohl der Projektleiter als auch seine Teammitglieder, welche üblicherweise aus Fachabteilungen stammen, werden selten vollständig vom Tagesgeschäft freigestellt. Alle Beteiligten müssen die Aufgaben im MES-Projekt daher zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben bewältigen. Dies führt dann zu Überlastungen, Engpässen und einer langen Projektlaufzeit.

Ein Projektteam umfasst außer den Projektleiter alle Projektbeteiligten, die für die MES-Einführung mitwirken und verantwortlich sind. Um die Einführung der MES-Software effektiv leisten zu können, ist eine gute Kommunikation unter den Teammitgliedern und Erfahrungen mit Projektmanagement notwendig. Jeder muss sich auf den anderen verlassen können.

Die Einführung einer MES-Software ohne Projektmanagement wird nicht die notwendige Qualität der gesteckten Ziele erreichen!

ZEITLICH BEGRENZT

DIE PROJEKT-ORGANISATION.

Die Organisation des MES-Projektteams ist temporär wie ein Unternehmen auf Zeit zu betrachten und bringt eigene Regeln, Rollen und Kommunikationsstrukturen mit sich. Dazu zählt auch eine klare Definition von Funktionen, Aufgaben- und Verteilung der Kompetenzen, so wie die klare Abgrenzung zum Tagesgeschäft. Die Hierarchien im Projektteam sind flach, aber klar geregelt, damit jeder Bescheid weiß, wer welche Entscheidungen treffen und wer welche Aufgaben zuteilen darf. Dies beschleunigt das MES-Projekt um ein Vielfaches.

PROJEKTABSCHLUSS

WANN ENDET DAS PROJEKT.

Das MES-Projekt endet nach der Installation und Inbetriebnahme und Schulung der Key-User mit der erfolgreichen Abnahme der MES-Software gem. MES-Lastenheftes.

Tipp: Für die Abnahme ist es wichtig, dass rechtzeitig, am sinnvollsten noch bei der Lastenhefterstellung die Abnahmekriterien festgelegt werden, an der gemessen wird, ob alles umgesetzt wurde und funktioniert.

KAPITEL 2

DIE STOLPERFALLEN UND HÜRDEN.

Ein MES-Projekt ist komplex und weit aus mehr als nur eine Software installieren. Auch wenn eine einfache Betriebsdatenerfassung eingeführt wird. Mit steigenden Anforderungen steigt auch die Komplexität und somit auch die Stolperfallen. Nachfolgend finden Sie vier Klassiker von Stolperfallen und Hürden im MES-Projekt:

HÜRDE

#1 DIE RESSOURCEN.

Der Klassiker: Fehlende Ressourcen sind der Grund, dass zuerst viele Monate vergehen, bis das richtige MES gefunden ist. Dann, wenn das MES gekauft wird, dauert die Einführung nochmals viele Monate. Bedenken Sie: Jeder Monat der vergeht, verschwenden Sie tausende von Euros, dass Sie mit dem MES monatlich einsparen wollen! Was wäre, wenn es die Ressourcen gibt?

STOLPERFALLE

#2 DAS BUDGET.

Der Klassiker: Die MES-Einführung verzögert sich nach der Entscheidung eines Anbieters um weitere Monate - wegen des Budgets. Der Grund hierfür ist, dass es von Anfang an keine Projekt- und Budgetfreigabe gab. Das muss jetzt jetzt nachgeholt werden. Mit dem Risiko, dass das Budget abgelehnt wird. Dann war der ganze Aufwand umsonst.

STOLPERFALLE

#3 DIE HERANGEHENSWEISE.

Der Klassiker: Kann das ein MES? Es geht nicht darum was ein MES kann, sondern was das MES können muss, um damit die Erleichterungen und Aufgaben zu erreichen! Nur damit erreichen Sie, dass mit dem MES die Einsparungen erreichen werden, damit sich die Investition rechnet.

 

Daher ist es ganz wichtig: Sie legen zuerst die Anforderungen fest, und dann machen Sie sich auf die Suche nach der richtigen MES-Software.

STOLPERFALLE

#4 DIE KOMMUNIKATION.

Der Klassiker: Fehlende oder mangelhafte Kommunikation ist die häufigste Ursache für Missverständnisse - nicht nur im MES-Projekt. Doch im MES-Projekt hat dies gravierende Auswirkungen. Anforderungen werden falsch interpretiert, Angebote falsch verstanden und falsche Annahmen werden getroffen, die zu falschen Entscheidungen und Konflikten führen.

KAPITEL 3

DIE EINFÜHRUNG DER MES-SOFTWARE.

Die Einführung der beauftragten MES-Software ist das Teilprojekt im MES-Projekt und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem MES-Anbieter.

 

Das Ziel der Einführung ist, dass die Anforderungen aus dem Lastenheft vollständig der Anbieter termin- und qualitätsgerecht umsetzt. Das Lastenheft spielt hier eine bedeutende Rolle: Es ist das Dokument, aus dem ersichtlich ist, was nach der Einführung erreicht sein muss. Darauf hat der Anbieter sein Angebot erstellt. Alle Missverständnisse und Fehler die im Lastenheft aufgetreten sind, werden jetzt sichtbar und können weitreichende Konflikte verursachen!

MES-Projekt und deren Phasen

DIE ETAPPEN IM PROJEKTVERLAUF

DIE MEINLENSTEINE.

Der Ablauf des Teilprojektes zur Einführung der Software wird mit Ihrem Projektteam und dem Projektleiter des Anbieters genauestens abgestimmt und terminiert. Hierfür findet in der Regel zuerst ein Kick-off-Workshop statt. Darin werden die Meilensteine und Verantwortlichkeiten beider Seiten genau festgelegt und terminiert.

Ein Beispiel der Meilensteine für die Einführung/Implementierung der MES-Software:

 

  • Anbindung der Maschinen und Anlagen

  • Bereitstellung der Hardware im Shopfloor (Terminals)

  • Installation und Inbetriebnahme der Software

  • Schulung und Ausbildung der Key-User

  • Einweisung der Shopfloor-User

  • Systemtest

  • Abnahme der MES-Software

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SIE ERHALTEN ANTWORTEN.

Die Themen rund um MES sind zu komplex, um hier alle Fragen zu beantworten oder gezielte Antworten zu bekommen. Ein kurzes Gespräch hilft weiter.

Gerne sprechen wir über Ihre Wünsche, Ziele und Anforderungen. Lassen Sie uns herausfinden, ob und wie wir Ihnen helfen können.